Auch im November ließen wir es uns nicht nehmen ein weiteres schachliches Highlight in unseren Verein zu organisieren. Diesmal durfte wieder GM Ilia Balinov sein Wissen zum Besten geben. Um diesem Spektakel nicht zu entgehen, fand sich unsere wissbegierige und motivierte „Elite“ in großer Zahl ein. Alle Voraussetzungen für einen „Tanz auf 64 Feldern“ waren also gegeben.
Die vierte Ausgabe unseres Jugendtrainings hatte ein Thema zum Gegenstand, das für jeden Schachspieler eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Die Analyse der eigenen Partien. Grundsätzlich kein Problem werden sich viele denken. Doch der Schein kann trügerisch sein. Natürlich zeigt man sehr gerne eigene gewonnene Partien her. Oder man möchte demonstrieren wie man es geschafft hat auf eigentlich verlorenem Posten zu stehen und trotzdem remis zu halten. Aber wenn es sich um die Bewertung der eigenen verlorenen Partien handelt, lässt die Motivation dies zu tun merklich nach. Dabei kann man von diesen Erfahrungen doch am meisten lernen! Also aufgepasst und los gehts.
Detailliert erklärt Ilia warum er hier seinen Bauern auf e5 gezogen hat. Auch wenn einem dieser Zug vielleicht aus den unzähligen Eröffnungstheorien bekannt sein mag, ist es doch mindestens genauso wichtig zu wissen warum dem so ist. Hier zahlt sich dann die jahrzehntelange Erfahrung besonders aus.

Die Partie entwickelt sich prächtig. Mit teils spektakulärem Schach, wird den Teilnehmern ein Gefühl der „Großmeisterlichkeit“ vermittelt.
Material ist nicht alles. Trotz Figurenvorteil kann Weiß die tödliche Drohung Td1 bzw Sc2 nicht verhindern. Kurze Zeit später musste Ilias Gegner die Waffen strecken. Da kann man dann wirklich nur staunen!

Als nächstes wurde eine Partie unserer Jugend aus der Landesliga präsentiert. Gemeinsam galt es nicht nur gute Züge sondern auch brauchbare Ideen zu finden. Auch das entpuppte sich als sehr schwieriges Unterfangen. Es gibt ja schließlich so viele Möglichkeiten. Unter Anleitung eines GM lässt sich aber so manches bewerkstelligen. Ein paar Hinweise und sofort kamen Kombinationen zum Vorschein, die in der eigentlichen Partie übersehen worden sind. Doch genau das war der Zweck des ganzen Trainings.
In diesem konkreten Fall wurde die Partie zwar leider verloren, aber das soeben Erlernte wird in Zukunft eine nützliche Hilfe sein.

Bevor wir euch noch ein paar Eindrücke dieses Abends präsentieren, möchten wir uns wie immer bei den zahlreichen Teilnehmern und bei Ilia herzlich bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!
