Auch nach dem Ende der doch oft mit Stress verbundenen Vereinsmeisterschaft muss sich der Jugend angenommen werden. Sich auf den in dieser Saison geholten Lorbeeren auszuruhen und zu sagen: „Danke, wir sehen uns dann im Herbst!“, wäre ein unverzeihlicher Fehler. Also muss das Training nach der Devise: „The Show must go on!“ auch weitergehen. Daher haben wir am Freitag den 17.4.2026 wieder zu einer schachlichen Lerneinheit aufgerufen. Neben den eigentlichen Teilnehmern war auch die strahlende Sonne unser ständiger Begleiter. Als Vortragender kam diesmal unser „Meister der Taktikbeispiele“ zum Einsatz: FM Marko Rubil. Wie üblich gab es ein „leichtes“ Beispiel zum Aufwärmen:

Hier kann Weiß am Zug mit einer Kombination in ein klar gewonnenes Endspiel abwickeln. Lxf7 ist hier sichtlich der erste Zug. Doch wie geht es weiter nachdem der schwarze König nach f8 oder h8 gezogen hat? Zu bedenken ist hier, dass auch Schwarz eine gefährliche Drohung hat, nämlich Td1+!

In dieser Stellung hat Schwarz soeben c5? gezogen. Welches taktische Manöver kann hier Weiß in entscheidenden Vorteil bringen?

Solch eine Stellung hat der ein oder andere in der Rui Lopez vielleicht selbst schon am Brett gehabt. Hier zieht Schwarz Lxf3. Nachdem die Dame zurückgeschlagen hat, zieht Schwarz Sd4? und bedroht gleichzeitig die weiße Dame und den Bauern auf c2. Doch statt des erhofften Tempogewinns fällt Schwarz nach einer schönen Kombination aus allen Wolken!

Auch ein typisches Beispiel. Schwarz zieht Dc2? und glaubt, dass nachdem der Turm gezogen hat, er mit Df5 in ein für ihn gewonnenes Endspiel abwickeln kann. Doch auch hier versteckt sich ein Geheimnis!

Schwarz am Zug gewinnt. Der Anfang ist leicht. Da1+ nebst Turmgewinn auf b2. Wie es weiter geht ist das Problem. Sollte es Weiß schaffen De7+ zu spielen, wird es wohl nur remis werden. Um das ganze etwas „leichter“ zu machen verraten wir, dass es sich in der gegebenen Stellung um ein Matt in 6 Zügen handelt!
Zum Abschluss wurde noch die Fertigkeit der Teilnehmer mit Leichtfiguren Matt zu setzen auf die Probe gestellt. Während es mit einem Läuferpaar kein Problem darstellte, waren Läufer und Springer schon herausfordernder.


Wir bedanken uns sehr herzlich beim Marko und hoffen, dass wir uns alle beim nächsten Mal wiedersehen!
