Wie schon in der Vorwoche stand auch diesmal das Präsentieren und Analysieren von eigenen Partien im Vordergrund. Doch warum ist dies so wichtig, wird sich manch einer fragen? Zum Einen werden alle Phasen einer Partie durchleuchtet (Eröffnung, Mittelspiel, Endspiel), zum Anderen hilft es unnötige bzw leichte Fehler in seinem Spiel zu entdecken und zu vermeiden. Und alle Schachspieler wissen: Ein schlechter Zug kann alle vorherigen Züge, auch wenn diese noch so gut waren, negieren!

Die ersten Züge werden ausgeführt. Wenn es die Situation erfordert, ergreift GM Ilia Balinov das Wort. Es werden die Vor- und Nachteile dieses Zuges besprochen und auch Nebenvarianten erklärt. Daneben werden immer wieder Fragen an das Publikum gerichtet: „Wer hat in dieser Stellung eine Idee? Gibt es noch einen anderen möglichen Zug?“ Auf Zwischenfragen wird ausführlich eingegangen. Auch die eigentlich unbezahlbaren Tipps sind eine Bereicherung. Hier nur einer von vielen: Wenn man mehr Raum kontrolliert, möchte man im Allgemeinen nicht tauschen! Denn dies würde diesen Vorteil zunichtemachen.

Am Demobrett wird natürlich auch alles gezeigt. Doch selbstständiges Mitrechnen im Kopf ist unabdingbar. Dies erfordert ein dementsprechend hohes Maß an Konzentration und Ausdauer. Beides wertvolle Eigenschaften eines Schachspielers.


Linkes Bild: Das Feld b5 ist hier von enormer Bedeutung. Ein Springer dort und Schwarz hätte Probleme den Bauern auf c7 zu verteidigen!
Rechtes Bild: Im Anschluss wird noch einmal rekapituliert. Was war gut, was könnte man besser machen, was war ein eindeutiger Fehler,….

Hier die Schlussstellung. Schwarz gab auf, da der Freibauer auf a6 nicht mehr gestoppt werden kann!
Ein Blick auf die versammelte „Klasse“:

Wir bedanken uns bei Ilia für diesen lehrreichen Nachmittag und hoffen auf ein Wiedersehen im Juni!
